Geschichte

Der Apfelwein hat eine lange Geschichte und war bereits den Germanen unter der Bezeichnung „Ephiltranc“ ein beliebtes Getränk. Auch den Römern und Griechen in der Antike war der Apfelwein ein guter Durstlöscher und wurde viel und gerne getrunken. In Aufzeichnungen von Plinius dem Älteren, der von 23 bis 79 nach Christus gelebt hat steht geschrieben: „Vinum fit e piris malorumque omnibus generibus“. Eine Herstellungsanleitung, wonach man aus Äpfeln oder Birnen einen Wein herstellt.

Hinzu kamen mit im Laufe der Jahrhunderte aber nicht nur Äpfel und Birnen, sondern auch Wildbeeren und Trauben und veränderten so das Gesicht des Weines. Erstmalig erwähnt wird der Apfelwein in Frankfurt nachweislich im 16. Jahrhundert.
38 Jahre später gibt es eine erste Reinhaltungsverordnung für die Herstellung des Weins, der bis in die heutige Zeit hinein auch seine Gültigkeit hat. Zunächst wurde Apfelwein vor allem privat hergestellt und ausgeschenkt, denn die Herstellung war billig und der Geschmack erfrischend. Es sollte noch bis 1774 dauern, ehe es eine erste offizielle Schankerlaubnis für einen Frankfurter Wirt gab und nun die Frankfurter in eine Schenke auf ein schönes Schlückchen Eppelwoi einkehren konnten.

Den konnte sich sogar die untere Bevölkerungsschicht locker leisten, denn der Apfelwein galt als billiger Absacker und Durstlöscher, nicht als edler Tropfen zu besonderen Gelegenheiten. Deshalb wurde er zwar viel getrunken, genoss rund um Frankfurt aber kein großes Ansehen. Das sollte sich erst im 19. Jahrhundert ändern, denn aufgrund von Schädlingsbefall der gemeinen Reblaus und schlechten Umweltbedingungen gab es mit der Weinernte immer mehr Schwierigkeiten und es musste dringend ein Ersatz her. Der gute alte Apfelwein war plötzlich wieder in aller Munde und hat sich seinen Platz bis heute behalten.