Industrielle Herstellung von Apfelwein

In der Industrie geht die Herstellung von Apfelwein natürlich in erster Linie maschinell vonstatten. Das erlaubt nicht nur eine gleichbleibende Qualität, so können auch sehr große Mengen des Weines hergestellt und dem Handel bereitgestellt werden.

Das keltern der Früchte, also das zerkleinern der Äpfel zur Gewinnung des späteren Saftes übernehmen Keltermaschinen. Dazu werden die Äpfel zunächst gewaschen und dann in die Kelterei geschwemmt. Durch ein System eingelassener Rinnen werden die Äpfel in den sogenannten Elevator geleitet. Dabei handelt es sich um ein Rohr, das ausgestattet ist mit Hubförderelementen. An deren Ende befindet sich ein Cutter der zunächst die Äpfel grob zerteilt und dann in einem Bottich sammelt. Die Sammlung größerer Apfelstücke wird Maische genannt.

Die Maische darf nicht zu klein werden, damit später beim Pressen noch gute Ergebnisse gewonnen werden können und dieser Prozeß folgt jetzt. Durch Rohre wird die Maische nun zur Presse transportiert und dort rund 1,5 Stunden gut zerdrückt. Als Ergebniss erhält man frischen Apfelsaft, der in Edelstahltanks auf seine weitere Verarbeitung wartet.

Nun folgt der Gährungsprozeß. Dabei werden Hefen hinzugegeben und diese gehen zusammen mit den Hefen aus dem Apfel und dem Fruchtzucker eine Gärung ein, d.h. es entsteht Kohlendioxid und Alkohol als Resultat des Abbauprozesses. Da das Kohlendioxid den Sauerstoff verdrängt, muss währenddessen in den Hallen immer für eine ausreichende Lüftung gesorgt werden. Nach spätestens zehn Tagen ist die Gärung abgeschlossen und der Wein kann abgefüllt werden. Passiert das früher, wird der Apfelwein mild, bleibt er länger in den Hefen, dann wird er herber.

Damit die Farbe am Ende schön ist und der natürlichen Charakter des Weines stärker betont wird, bekommt der Apfelein noch eine optische Verfeinerung verpasst, ehe er in Weinfässer umgelagert wird und dort auf seine Verkostung wartet.